Mittwoch, 2. Juni 2021

Rheinfelden: Betrieb des Cafés „Metamorphose“ soll durch eine Vereinsgründung gerettet werden | SÜDKURIER Online



Betrieb des Cafés „Metamorphose" soll durch eine Vereinsgründung gerettet werden

Vor etwa zwei Jahren hat Dorothee Rottmann das Café „Metamorphose" in der Hebelstraße erworben. Doch der Betrieb ruht derzeit. Der Grund: Rottmann kann das Café nicht mehr alleine leiten. Nun will sie den Betrieb mit einem Verein retten, in der sich Ehrenamtliche um den Betrieb kümmern. Doch vorher gibt es einiges zu klären.


Dorothee Rottmann hat das Café vor zwei Jahren erworben. Der Betrieb ruht derzeit. | Bild: Elena Borchers


Die „Metamorphose„ macht gerade eine Verwandlung durch. Vor etwa zwei Jahren hat die Rheinfelderin Dorothee Rottmann das Café mit Trödelladen in der Hebelstraße eröffnet. Schnell hat es sich auch als Veranstaltungslocation einen Namen gemacht.

Nun kann Rottmann, die nebenbei noch eine kleine Gartenbaufirma hat, den Cafébetrieb nicht mehr alleine führen. Das Café bleibt vorerst zu. Als Eventlocation steht die „Metamorphose„ aber weiter zur Verfügung.


Das Café „Metamorphose" wird als Veranstaltungsort – wie etwa hier bei einem Konzert mit dem Duo Realtime im Sommer 2018 – gerne genutzt. Nun steht das Café selbst vor einer Metamorphose, denn der Betrieb ist alleine nicht mehr zu stemmen. | Bild: Horatio Gollin

Wenn es nach Dorothee Rottmann geht, soll auch das Café bald wieder öffnen, wie bisher auch schon an drei Tagen in der Woche. Ihre Idee ist, einen Verein zu gründen, dessen Mitglieder den Cafébetrieb auf ehrenamtlicher Basis übernehmen. An Interessenten mangelt es nicht. Zu einem Treffen, zu dem Rottmann kürzlich eingeladen hatte, seien 30 bis 40 Interessierte gekommen. „Allein 27 Leute haben sich bereiterklärt, Schichten im Café zu übernehmen", erzählt Rottmann.

Einkaufsgemeinschaft als Idee

Sie könnte sich auch vorstellen, dass die Vereinsmitglieder auch noch andere Aufgaben übernehmen, sich etwa um Veranstaltungen, Werbung, Buchhaltung und den Einkauf kümmern. Auch eine „Foodcoop", also eine Einkaufsgemeinschaft, die Dorothee Rottmann plant, könnten die Ehrenamtlichen mitgestalten.

Eine „Foodcoop" ist eine Einkaufsgemeinschaft aus Personen und Privathaushalten, die gemeinsam Lebensmittel kaufen. Die Gemeinschaft bezieht größere Mengen an Lebensmitteln direkt vom Erzeuger und versucht dadurch, Mindestbestellmengen oder Rabatte im Großhandel zu erhalten. Die Lebensmittel können dann untereinander aufgeteilt werden.

„Da hätte ich echt Lust drauf", sagt Rottmann, die auf diese Weise gerne Bio-Lebensmittel aus der Region beziehen und teilen würde. Bisher hatte sie in der „Metamorphose„ bereits einige unverpackte Lebensmittel angeboten. Auch für diese Idee habe sie genügend Mitstreiter, doch auch hier muss das Organisatorische noch geklärt werden.

Mehrere offene Fragen

Und zu organisieren gibt es einiges. Denn um einen Verein gründen zu können, der ein Café betreibt, müssen einige Fragen geklärt werden.

So kann ein Verein zwar einen Gastrobetrieb führen, aber nur, wenn dies mit der Satzung des Vereins übereinstimmt. Diese Information findet sich auf der Internetseite des Bundeswirtschaftsministeriums und bezieht sich auf den Betrieb eines Bistros. „Ist der Verein gemeinnützig, ist er grundsätzlich darauf gerichtet, keine Gewinne zu erwirtschaften", heißt es dort weiter.

Es sei also sehr sinnvoll, vor der Aufnahme des Geschäftsbetriebes mit dem Finanzamt zu klären, ob die Anerkennung der Gemeinnützigkeit des Vereins durch den Geschäftsbetrieb gefährdet ist. Der Verein könne das Café selbst betreiben, er könne aber auch eine eigenständige Gesellschaft für den Geschäftsbetrieb gründen. Auch der Steuerberater muss in diesen Prozess eingebunden werden. Diese Gespräche führt Dorothee Rottmann gerade.

Angebote bleiben

In der Zwischenzeit steht die „Metamorphose„ aber nicht leer. Denn auch, wenn der Cafébetrieb derzeit nicht läuft, bleiben die bewährten Angebote und Veranstaltungen erhalten. So wird es weiterhin die „Mach-keinen-Müll"-Tage geben, bei denen Besucher etwa selbst Kosmetik machen können.

Der nächste Termin ist am Samstag, 25. April, von 11 bis 15 Uhr. „Es wäre toll, für diese Veranstaltung noch mehr Leute zu finden, die Upcycling-Produkte machen", sagt Rottmann. Auch die Krabbelgruppe (Montag, 15 Uhr) und Yoga (Freitag, 9 Uhr) bleiben bestehen, zudem wird es nach wie vor Konzerte geben.

Rottmann kann sich etwa vorstellen, einmal im Monat ein Jazz-Frühstück anzubieten. Die Selbsthilfegruppen für Krebskranke und Angehörige treffen sich noch, auch Vereine und Parteien dürfen die Räume weiter für ihre Sitzungen nutzen. Wenn es nach Rottmann geht, könnten noch viel mehr Gruppen die Räume, gegen eine kleine Gebühr, nutzen. Die Miete für eine Sitzung beträgt etwa 20 Euro. Und sie hofft natürlich, dass auch der Cafébetrieb bald wieder läuft.


Angebote bleiben

In der Zwischenzeit steht die Metamorphose aber nicht leer. Denn auch, wenn der Cafébetrieb derzeit nicht läuft, bleiben die bewährten Angebote und Veranstaltungen erhalten. So wird es weiterhin die „Mach-keinen-Müll"-Tage geben, bei denen Besucher etwa selbst Kosmetik machen können. Der nächste Termin ist am Samstag, 25. April, von 11 bis 15 Uhr. „Es wäre toll, für diese Veranstaltung noch mehr Leute zu finden, die Upcycling-Produkte machen", sagt Rottmann. Auch die Krabbelgruppe (Montag, 15 Uhr) und Yoga (Freitag, 9 Uhr) bleiben bestehen, zudem wird es nach wie vor Konzerte geben. Rottmann kann sich etwa vorstellen, einmal im Monat ein Jazz-Frühstück anzubieten. Die Selbsthilfegruppen für Krebskranke und Angehörige treffen sich noch, auch Vereine und Parteien dürfen die Räume weiter für ihre Sitzungen nutzen. Wenn es nach Rottmann geht, könnten noch viel mehr Gruppen die Räume, gegen eine kleine Gebühr, nutzen. Die Miete für eine Sitzung beträgt etwa 20 Euro. Und sie hofft natürlich, dass auch der Cafébetrieb bald wieder läuft.


Quelle 


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